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Als der Autor Michael Goldschmidt 1995 das generell erste Fachbuch für Unterwasser - Filmer im Eigenverlag publizierte, stand mit diesem
Buch einer täglich wachsenden Zahl von Videofilmern endlich ein wichtiges Grundlagenwerk - vom Filmprofi verfaßt - zur Verfügung. Im Juli 1999 erschien im ecomed -
Verlag nun sein zweiter Titel, der keine Wünsche offen läßt. Man könnte es sich einfach machen und die Thematik Unterwasser- Video allein im Bereich
des Hobbyfilms und der persönlichen Freizeitgestaltung ansiedeln. Damit würde man der Sache aber nicht gerecht. Allein die vielen Unterwasser-Filme, die täglich über
die TV-Sender ausgestrahlt werden zeigen, dass dieses Genre eine einmalige Anziehungskraft besitzt. Grund genug hier ein neues Fachbuch zu veröffentlichen, das
Einsteiger und Profifilmer gleichermaßen erreicht und in die so spezielle Thematik des Unterwasser-Film schrittweise einführt.
Welcher Camcorder, welches
Gehäuse und welche Lichtanlage sind dabei natürlich grundlegende Themen, wobei aus langjähriger Praxis des Profifilmers und Fachjournalisten eine Menge an lebendigen
Tips und Erfahrungen einfließen, die neben sachlicher Auseinandersetztung auch unterhaltenden Charakter haben.
Wichtige Fragen wie die der Tauchsicherheit im
Umfeld von UW-Videoproduktionen, der Modelausstattung, der Produktionsvorbereitung und Recherche behandelt der Autor ausführlich und in seiner Logik für jeden Leser
leicht nachvollziehbar.
Man fühlt sich als Leser in den Seiten betreut und gut aufgehoben, es reizt die aufgegriffenen Themen nachzuvollziehen - auf direkten
Weg zur deutlichen Steigerung seiner eigenen Fähigkeiten als Filmer - unter wie über Wasser.
Leicht verständlich werden die optischen, physikalischen und
technischen Grundagen erörtert, mit jeder Seite verliert die Videoanlage, die Videoproduktion unter Wasser ihre anfänglichen Geheimnisse. Kunstlicht oder Tageslicht,
Farben unter Wasser, Akkukapazität, Brenndauer und Weißabgleich, nichts bleibt unbesprochen.
Schon nach wenigen Seiten ist klar, was beim Unterwasser-Film
anders, neu und gegebenenfalls nur mit Hilfsmitteln lösbar ist. Es wächst das Verständnis für die Thematik im Ganzen. Transport, Vorbereitung, Einsatz und Pflege der
Anlagen, das Verhalten im Tauchgebiet, die entsprechenden Kapitel klären auf, beraten und geben Hilfestellung.
Ein umfangreicher Bildteil, mit 84 zum Teil aus
originalen Videoaufnahmen digitalisierten Fotos, 29 S/W - Abbildungen, 30 Grafiken und 4 Tabellen, dazu ein umfangreiches Lexikon videotechnischer Fachbegriffe und
einer weltweiten Übersicht zu Fernsehnormen und Netzspannungen macht dieses Buch ausserdem zu einem einmaligen Nachschlagewerk, das den Filmer bei seiner täglichen
Arbeit begleitet.
Besonderes Interesse gilt auch dem Kernthema der Filmaufnahme, der Bildgestaltung. Ausführlich geht der Autor hier mit theoretischen und
praktischen Bildbeispielen um, zudem kann über seinen Film MANITOUS VERSUNKENER HIMMEL vieles im Buch angesprochene in Ruhe visualisiert werden.
Die Grundlagen
der Nachbearbeitung kommen auch nicht zu kurz, wie die Tips zur Tonaufnahme, Elementares zu Schnitt und Montage sowie Dramaturgie und Schnitt als Gestaltungsmittel.
Mit Ratschlägen zu Fernreisen kommen Fachleute von Sub Aqua und Nautilus Tauchreisen zu Wort. Dipl. Ing. Horst Wiendl, anerkannter Experte für Fragen der
UW-Videotechnik erläutert aus seiner Sicht die Entwicklung der Videotechnik. Wichtige Erkenntnisse von Dr. Ulrich van Laak, DAN Europe, und Prof. Hans Hass finden sich
in VIDEOGRAFIEREN UNTER WASSER wieder. Die Fülle der Informationen, auf 228 Seiten zusammengetragen, machen dieses Buch zu einem wertvollen Grundlagenwerk, das auf die
neusten Entwicklungen der Videotechnik und des Gehäusemarktes hinweist. Trotz einer gewissen Schnelllebigkeit auf dem Consumer-Videomarkt ist es gelungen zielsicher
den schmalen Grat zu beschreiten, VIDEOGRAFIEREN UNTER WASSER auch für die nächsten Jahre aktuelle Inhalte mit auf den Weg zu geben. Als
Unterwasser-Videofilmer auf dieses Buch zur Information und Weiterbildung zu verzichten hieße aus unserer Sicht wichtige Chancen als Filmer zu verpassen und nur einen
Bruchteil der Möglichkeiten seiner eigenen Videoanlage zu nutzen.
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