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SÜDAFRIKA - LAND DER "GROSSEN SIEBEN"
Südafrika, Land der Kontraste und Gegensätze, bedeckt eine Fläche von mehr als 1 Million km2 im Süden des
afrikanischen Kontinents. Die zweite Fotografenreise der Visuellen Medien im Verband Deutscher Sporttaucher führte die Teilnehmer auf die Spuren der "Großen
Sieben".
Die Geschichte der "Großen Fünf“ : Am Anfang waren die Tiere in Afrika wild und frei. Der Löwe und der Elefant kämpften um die
Vorherrschaft im Tierreich. Der Büffel und das Nashorn grasten über die fruchtbare Erde. Der Leopard schlich um die Wasserlöcher, in der Hoffnung seinen Bauch zu
füllen, Das war das Leben der „Großen Fünf“ in Afrika und dann kam der Mensch und mit ihm das Verderben.
In den Gewässern vor der südafrikanischen Küste
teilten sich die Herrschaft der südliche richtige Wal und der große Weiße Hai. Die beiden Ozeane waren groß genug für Hai und Wal. So entstand die Idee, die
"Großen Sieben" zu suchen.
Die neun Teilnehmer sollten die Möglichkeit erhalten die "Großen Sieben" hautnah zu erleben und zu fotografieren.
Die Südspitze der Kapregion und der Krüger Nationalpark im Nordosten von Südafrika sind die idealen Orte für dieses Vorhaben.
Der große Weiße Hai, die am
meisten gefürchtete Haiart, ist wegen der weltweit zurückgehenden Anzahl der Tiere vom Aussterben bedroht. Sein einziger Feind ist der Mensch. An der Südspitze der
Kapregion ist der Weiße Hai jedoch unter Schutz gestellt.
Ausgangspunkt der Suche ist der kleine Ort Kleinbaai am Kap der Guten Hoffnung, wo sich der
Atlantische und Indische Ozean treffen. Hier betreibt Piet Smal seine White Shark Diving Company. Sofern es Wind und Wellen zulassen wird jeden Morgen der 12 m große
Motorkatamaran zu Wasser gebracht, mit Proviant und Fototeam beladen und es beginnt die Suche bei den acht Kilometer entfernten Inseln Dyer Island und Geyser Rock.
Geyser Rock ist eine über und über mit südafrikanischen Pelzrobben bevölkerte Felseninsel. Ihr gegenüber liegt Dyer Island, ein Vogelschutzgebiet, welches nur mit
Sondergenehmigung betreten werden darf. Ein Eldorado für Vogelliebhaber und Fotografen. Piet Smal und seine Verbindungen ermöglichen Besuche auf dieser Insel. Auf dem
Bauch liegend gelingen hier Vogelaufnahmen von Pinguinen und Töpeln. Scheu vor dem Menschen kennen diese Tiere nicht, daher gilt es unbedingt den Weisungen der
Wissenschaftler, die zum Schutz der Tiere auf der Insel leben, Folge zu leisten.
Im südafrikanischen Winter sammeln sich hier in großer Zahl Weiße Haie zwischen
dem Kap der Guten Hoffnung und Danger Point. Die warme Agulhasströmung vom Indischen Ozean östlich kommend, trifft auf die kalte, von Süden kommende Benguelaströmung.
Um Dyer Island herum mischen sich die Strömungen. Das scheint die Haie anzuziehen. Trotz des riesigen Nahrungsangebots bleiben die weißen Haie nicht stationär. Nach
vier bis sechs Wochen ziehen sie weiter. Wieso und wohin ist bis heute noch nicht erforscht.
Eine starke Dünung, der Gestank von Exkrementen zahlreicher Robben
und Vögel, sowie der unangenehme Geruch der Ködermasse stellen empfindliche Mägen vor erhebliche Probleme und das Warten kann lang werden. Als Köder werden künstliche
Robbenattrappen aus Gummi oder von Fischern gefangene Thunfische oder Grundhaie genutzt.
Und dann ist der Moment da, der alte Fotografenherzen höher schlagen
läßt. Langsam und gleichmäßig nähert sich ein großer Weißer Hai dem Köder. Coennie, der Diveguide zieht den Köder bedächtig ans Boot, der Hai folgt, ein Griff von
Coennie an die Schnauze, da war es! Der wohl berühmteste Rachen der Filmgeschichte, bestückt mit großen, weißen, dreieckigen Zähnen, Ober und Unterkiefer weit
geöffnet. Die Kameras der Fotografen klicken unaufhörlich. Ein paar Sekunden später läßt sich das Tier zurück ins Wasser gleiten. Eine Art Muskellähmung wird als
Erklärung für dieses Verhalten der Haie vermutet.
Ab August finden sich auch die Wale hier an der Küste ein. Sie suchen einen Partner zur Fortpflanzung. Ihre
Gesänge, ihre Sprünge und ihre Paarungen lassen sich bereits von der Küste aus bestaunen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, man sitzt zu zweit auf den Klippen der
Küste und schaut in den Sonnenuntergang, die Gesänge der Wale sind deutlich zu hören und dann springt der Wal. Besser kann ein schöner Tag nicht enden.
Nach
einer Woche heißt es Abschied nehmen von der Kapregion. Per Flugzeug geht es weiter zum Krüger Nationalpark um die "Großen Fünf' zu suchen. Wimmelnd von Wild
ist der Park zum Sinnbild des richtigen Afrikas geworden. 20000 km2 groß ist der Park. Komfort, guter Zustand
und Übernachtungsmöglichkeiten aller Art erleichtern dem Besucher die Wildbeobachtungen. Doch der Krüger Nationalpark ist kein Zoo. Eine Garantie Wild zu sehen gibt es
nicht.
Lediglich 3% des Parks gehören dem Menschen, der Rest gehört den Tieren. Und diese Tiere sind wild und haben absoluten Vorrang. Aus diesem Grund leben
hier die Menschen hinter Zäunen. Unsere Restcamps sind sehr sauber und unsere Zelte direkt in der Nähe von Wasserlöchern aufgebaut. Es ist schon sehr eindrucksvoll,
nachts entlang des Zauns zu laufen, der afrikanischen Wildnis zu lauschen und plötzlich taucht eine Hyäne, ein Büffel auf oder ein Löwe brüllt durch die Nacht.
Zu Fuß, per offenem Geländewagen und per VWBus geht die Suche nach den "Großen Fünf durch den afrikanischen Busch. Löwe, Elefant, Büffel und Nashorn
bekommt die Gruppe zu sehen. Doch einen Leopard sollte die Gruppe nicht treffen. Auch wenn die Suche nach den "Großen Sieben" nicht ganz erfolgreich
verläuft, so ist die Fotografenreise voll gelungen. Die Idee, eine Reise speziell für Fotografen, mit entsprechend fachkundiger Begleitung, auszurichten ist sehr
gut umgesetzt worden. Die Visuellen Medien im Verband Deutscher Sporttaucher werden auch in 2003 Fotografenreisen organisieren. Hierbei werden wieder die Reisen von
Travel Service Lahr organisiert. Dieses Reiseunternehmen hat sich als der ideale Partner für außergewöhnliche Reisen erwiesen. Erfolg ist die beste Visitenkarte.
Nähere Infos zu den nächsten Reisen finden sich demnächst unter www.VDST.de Visuelle-Medien und bei www.travel-sI.de . Auf der Boot 2003 am Stand des VDST stehen Teilnehmer der Reise für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
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