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Schon lange träumt Maria von einer Unterwasserfotoausrüstung. Klein, handlich und hochwertig soll sie sein. Mit Makro, bis hin zum
Fisheye Objektiv möchte sie auf Unterwasserfotopirsch gehen, um die Schönheiten in der Bucht von Tamariu (Spanien) auf den Chip zu bannen. Im Sommer 2010 war es
dann endlich soweit und Maria hat nach langem Überlegen ihre Bestellung aufgegeben. Es wurde geordert, eine EOS 550D mit einem 60 mm und 100 mm
Makro, ein Zoomobjektiv mit 18 mm - 55 mm Brennweite und als Weitwinkelobjektiv das 10 mm bis 17 mm Zoom von Tokina. Für Landaufnahmen über Wasser sollte es eine 55
mm – 250 mm Zoomoptik sein. Komplettiert wurde die Kamera mit einem Unterwassergehäuse von UK-GERMANY, mit 45 ° Sucher, und allen notwendigen
Planports, Zwischenringen, Domeport und einem Subtronic PRO 160 E-TTL Blitz. Die Tage gingen ins Land und sehnsüchtig wartete Maria auf die Lieferung, die
Uwe Kiehl per UPS für den 18.09.2010 zugesichert hatte. Was Maria aber zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, Uwe hat mit Ade telefoniert und ihr
mitgeteilt, dass er mit Stefan persönlich nach Tamariu kommt, um Maria die Ausrüstung zu überbringen. Das Besondere dabei: die Übergabe ist unter Wasser geplant und
niemand soll vorher von diesem Vorhaben wissen. Eine echte Überraschung. Für Ade beginnt nun eine logistische Meisterleistung. Gilt es doch das Wochenende,
besonders den 12.09. so zu planen, dass sie mit Maria zu einem bestimmten Zeitpunkt und unter dem Vorwand, ein neues Seepferdchen entdeckt zu haben, in der Bucht
tauchen geht. Nur so ist sicher gestellt, dass Uwe und Stefan Ade und Maria unter Wasser nicht verfehlen.
Am 12.09.2010 um 04.00 Uhr morgens, machen sich
Stefan aus Darmstadt und Uwe von Limburg aus auf die Fahrt zum Flughafen Frankfurt-Hahn. Um 06.05 Uhr hebt der Flieger pünktlich ab und bringt die beiden innerhalb von
2 Stunden nach Girona. Mit dem zuvor gebuchten Mietwagen erreichen die beiden, bei sehr schönem Wetter, um 09.00 Uhr Tamariu und treffen sich dort mit Ade zum
Frühstück, um den Plan für die Übergabe noch einmal genau zu besprechen.
Nachdem Maria den Hafen mit dem Boot verlassen hat, wird die Ausrüstung für Uwe und
Stefan zusammengestellt und auf der Basis versteckt. Schnell weiht Ade ein tauchendes Pärchen in den Plan ein, sie sollen Maria nach deren Rückkehr vom
Bootstauchgang, über die Sichtung des neuen Seepferdchens berichten. Gegen Mittag ist Marias neue Ausrüstung tauchfertig. Die EOS 550 D ist mit dem 100 mm Makro
bestückt, und der Blitz ist positioniert und einsatzbereit.
Um 13.45 Uhr ist es dann endlich soweit. Unbemerkt beobachten Stefan und Uwe aus sicherer
Entfernung, wie sich Ade und Maria auf den Weg zu Bucht machen. Noch während Stolli ein paar Bilder von Ade und Maria schießt, bereiten sich Stefan und Uwe für den
Tauchgang vor und begeben sich zum Steg, um unmittelbar darauf auch ins Wasser zu springen.
Die Sicht ist fantastisch, so dass bereits nach zwei Minuten Ade und
Maria suchend über der Seegraswiese auszumachen sind.
Langsam tauchen die beiden Männer näher. Maria ist so mit der Suche nach dem Seepferdchen beschäftigt,
dass sie die beiden näher kommenden Taucher erst im letzten Moment wahrnimmt. Uwe rollt vor Maria ein vorbereitetes Schriftstück aus. ---Foto UPS for
Mary--- schließlich war die Lieferung per UPS angekündigt ;-) Nachdem Maria die Zeilen gelesen, aber noch nicht so recht den Sinn erkannt hat, überreicht Uwe das
Unterwassergehäuse, so dass Maria ihren eingravierten Namen auf der Rückseite lesen kann. Erst jetzt realisiert Maria was gerade gespielt wird. Die Überraschung ist
perfekt und gelungen. Schnell findet sich Maria mit dem Gehäuse zurecht und los geht’s auf Seepferdchenjagd. Ein Tintenfisch, ein Knurrhahn und
einige kleine Fische müssen erst einmal als Modelle herhalten, bis Seepferdchen PETRA freischwimmend ihre Kreise zieht. Gerade so, als ob es gewusst hätte, dass Maria
mit ihrer neuen Kamera auf Fotopirsch ist. Maria vergisst Raum und Zeit, und so grenzt es an ein Wunder, dass nach dem Verlassen des Wassers noch Luft in der
Flasche ist. Wieder an Land, kann Maria ihrer Freude freien Lauf lassen und alle freuen sich mit ihr. Auf der Basis geht dann die unerwartete „Bescherung“
weiter, denn sie bekommt noch die restliche Ausrüstung und kann auch gleich die ersten Bildergebnisse begutachten. Natürlich wird nach dem Tauchen noch gefeiert und
der unvergessliche Tag findet im Restaurant einen genussvollen Ausklang.
Bereits am nächsten Tag sind Uwe und Stefan wieder auf dem Flug nach Hause und denken
zufrieden an die gelungene Aktion.
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