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Süßwasser ist die Domäne von Thomas Aichinger, da ist er zu Hause, wie er selbst noch erzählen wird. Wasser- und Luftwelten in einem Bild
zu verbinden, das ist seine gekonnte Leidenschaft. Er spielt mit den Lebensräumen und verschmilzt in vielen seiner Bilder zwei Welten zu einem Ganzen, wie es nur
wenige zu sehen verstehen. Ist er abgetaucht, so sucht er auch aus der Tiefe den Blick nach außen, in die „trockenen Landschaften“. Die eiskalte Transparenz der
heimischen Gewässer öffnet ihm diese Traumwelten. Die Klaviatur der Fotografie, von der Technik bis zur Bildgestaltung, beherrscht er mittlerweile virtuos. So darf man
erwarten, noch oft seine Bilder veröffentlicht zu sehen. Er erzählt selbst:
Mit meinen 30 Jahren bin ich sicherlich nicht mehr der jüngste
Unterwasserfotograf. Wohnhaft bin ich in Reichraming. Das ist ein kleiner Ort in Mitten von Österreich. Diese Gegend hat es aber in sich. Die Summe aller Gebirgsbäche
in dieser Gegend ergibt die unwahrscheinliche Länge von 180 km. Glasklares Wasser bildet hier Einschnitte bis weit über 10 Meter. Schon aus diesem Grund zog es mich
bereits als Kind zum Wasser.
Meine ersten Taucherfahrung machte ich mit 12 Jahren. Die hiesigen Feuerwehrtaucher veranstalteten ein Schnuppertauchen. Meine
Begeisterung war so groß, dass ich bis heute diesen Verein angehöre. Schon bald hatte ich alle Kurse belegt.
In den Anfängen meiner Taucherkarriere war vom
Fotografieren noch lange keine Rede. Wie es aber der Zufall so will, war ich mit 18 Jahren durch ein Geschenk plötzlich Besitzer einer Sucherkamera, die bis 5 Meter
wasserdicht war. Der Spaß war aber nicht von langer Dauer. Am Fernsteinsee brachte ein Wassereinbruch das Aus für das Gerät. Für mich bedeutete das aber keinen großen
Verlust, da ich mit dem Fotografieren noch nichts am Hut hatte.
Meine anschließenden Tauchgänge ließen in mir aber ein nie da gewesenes Gefühl wach werden! Ein
plötzliches Desinteresse stellte sich ein. Nach jedem Tauchgang fühlte ich eine gewisse Leere. Mir ging etwas ab. Ich bemerkte so meine Neigung zum Fotografieren.
So entschloss ich mich, mir eine Unterwasserkamera anzuschaffen. Da die Fa. Subal nur 30 km von mir entfernt ist, klopfte ich dort um ein Gehäuse an. Meine
damalige finanzielle Lage ließ diesen Traum aber sekündlich zerplatzen.
Nach einigen Jahren – die Absicht zu fotografieren hatte ich schon lange
vergessen – war meine erste Reise ans Meer geplant. Zur Information habe ich mir eine Tauchzeitschrift besorgt. Beim Durchblättern des Annoncenteils bin ich auf
eine gebrauchte UW - Fotoausrüstung gestoßen. Ab diesem Zeitpunkt war ich stolzer Besitzer einer Nikon 801 im Subal - Gehäuse.
Die anschließenden Jahre waren
nicht leicht. Aus Büchern entnahm ich das nötige Wissen übers Fotografieren, jedoch sah es in der Praxis immer etwas anders aus. Doch ich bin immer am Ball geblieben.
Das Interesse an und Know How der Unterwasserfotografie wurde immer größer. So machte das Tauchen wieder richtig Spaß.
Kleines Kalendarium
2000
Erstaufführung meines Diavortrages „abTAUCHEN“ Über 700 Gäste in zwei Vorstellungen verfolgten die Premiere. Bis jetzt wurde der Vortrag über 20 mal vorgeführt.
2001 Anschaffung einer Nikon F100 im Subal - Gehäuse
2001 wurden bei der Österreichischen Gläsernen Kamera in der Kategorie Süßwasser zwei meiner
Bilder auf den ersten Platz gereiht. Die Gesamtwertung belegte ich mit dem 2. Platz.
2001 Start einer digitalen Bilderagentur http://www.unterwasserfoto.at
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