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Gefühl des Atmens unter Wasser zu gewöhnen. Danach begannen wir gleich mit der Wechselatmung. Natürlich wurde uns das Ganze erst erklärt. Dann sollten
wir es erst auf dem Boden des Schwimmbeckens sitzend, dann schwimmender Weise versuchen. Beim nächsten Training - natürlich wieder mit Gerät - übten wir die Wechselatmung noch ein
wenig und versuchten ohne Tarierweste und nur mit Hilfe unserer Lunge im Wasser zu ,,schweben", was gar nicht so einfach war. Ziemlich lustig war es, als wir uns im Kreis auf
den Boden des Beckens setzten und die Masken reihum weitergaben, aufsetzten und ausblasen sollten. Das sollte ja eigentlich nicht so schwierig sein. Doch meine ziemlich eng
eingestellte, kleine Maske passte natürlich keinem der ,,Großen", genauso wie ich Probleme damit hatte, Masken auszublasen, die sich nicht an meinem Gesicht festsaugten, weil
sie groß waren und sowieso immer wieder undicht wurden.
Naja, als das dann überstanden war wurde als Abschluß des Trainings Wechselatmung zu viert versucht.
Glücklicherweise mußte ich die Luft nicht geben und konnte so, bis ich mich an die langen Atempausen gewöhnt hatte, gelegentlich einen Atemzug aus meinem Automaten nehmen. Bei den
nächsten Trainingsterminen lernten wir dann alles, was für den Grundtauchschein nötig ist, z.B. die Rettung eines bewusstlosen Tauchers. Uns wurde das Ganze zwar schon einmal
theoretisch erklärt, aber praktisch war es natürlich schon etwas schwieriger. Zuerst übten wir den richtigen Griff, um als Schnorchler einen Taucher zu bergen. Danach mußten wir
den ,,Verletzten" antauchen, bergen und transportieren. Zwar war es nicht gerade einfach, den Tauchlehrer durchs Wasser zu ziehen, aber mit der richtigen Technik klappte das
schon.
Eine richtige Praxisprüfung gab es nicht. Entweder man schaffte eine Übung an dem Tag an dem sie erklärt wurde, oder man holte sie am Ende des Kurses nach.
Darum waren die letzten Trainingstermine auch ziemlich langweilig. Nur wenige hatten etwas nachzuholen und die anderen mußten sich eben mit Wiederholen und Üben die Zeit
vertreiben. Beim letzten Training wurde dann aber noch etwas besonderes gemacht: Himmel und Hölle. Das heißt: man zog nur seine Tarierweste und seinen Bleigurt an, mußte die
restliche Ausrüstung in die Hand nehmen und dann aus 1m ins Wasser springen, um sich danach ohne an die Oberfläche zu kommen oder den Boden zu berühren anziehen. Dabei war es
natürlich vorteilhaft zuerst die Maske und die Flossen anzuziehen, so sah man etwas und konnte sich fortbewegen und ein wenig tarieren. Dummerweise hatte ich zu viel Blei dabei
und bekam unter Wasser einen Hustenanfall. Somit war der erste Versuch gestorben. Beim zweiten Versuch - diesmal ohne Blei - klappte dann alles.
Insgesamt war es eine ziemlich coole und für die Zukunft wahrscheinlich recht wichtige Erfahrung.
Bis zum nächsten Mal
Michi
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