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Es gibt fast nichts, was auf dem nach wie vor größten Event des Unterwasserbilds mit einem speziellen Preis belohnt werden kann, stimmt
die Qualität. Nach vielen Jahren in der Provinz gibt sich das einst schon tot gesagte Spektakel „Festival Mondial de l`Limage Sous-Marine“ nun großstädtisch,
erstmals traf man sich in Marseille, der zweitgrößten Stadt Frankreichs. Es gibt fast nichts, was auf dem nach wie vor größten Event des Unterwasserbilds mit einem
speziellen Preis belohnt werden kann, stimmt die Qualität. Rolf Sempert war vor Ort und Mitglied der Foto – Jury.
Für drei Jahre hat man mit dem
„Festival Antibes“ nun eine Heimstadt in Marseille gefunden. Ob es den Sponsoren der durchaus malerischen Hafenstadt gefallen wird, dass Antibes nach wie vor als
Synonym für die internationale Großveranstaltung rund ums Unterwasserbild festgeschrieben ist, kann noch nicht beantwortet werden. Auf jeden Fall bleibt Marseille als
Austragungsort in guter Erinnerung, besonders nach Jahren der zunehmenden Enge, des baulichen Verfalls und Notlösungen in Großraumzelten. Der Besucherstrom schien
etwas nachgelassen zu haben, das mag aber auch an der zurückhaltenden Kommunikation des neuen Veranstaltungsorts gelegen haben. Auf Seiten der Teilnehmer gab es jedoch
keine Flaute, internationale Beteiligung wie stets, aber – wie stets – kaum Einsendungen aus Deutschland. Dafür kann man aus unserer Sicht von
erfolgreichen Punktlandungen sprechen, denn zwei der drei deutschen Teilnehmer landeten auf den Siegertreppchen: Milan Czapay in der Kategorie Schwarz / Weiß
(Preis Jean & Maryse Chapeyroux), dazu ein 3. Platz mit dem selben Motiv in einer weiteren Kategorie und der 1. Platz bei den Diashows mit Musikhintergrund;
Bettina Balnis – 2. Platz beim Portfolio mit ihren Lieblingsmotiven aus dem Nah- und Makrobereich. Auf Platz 2 fand sich Bettina Balnis bereits beim
UnterWasserWelt – Fotowettbewerb 2008 wieder.
Und schauen wir kurz übers Mäuerchen zu den Helden des bewegten Bilds, da setzte sich in der Profikategorie
wieder Florian Guthknecht vom Bayerischen Fernsehen diesmal auf den zweiten Platz hinter einer BBC – Produktion. „Catfish – monsters in the lake“
lautet der internationale Titel, zu deutsch handelt es sich um monströse Waller. Summa Summarum 4 Platzierungen von zwei der drei deutschen Teilnehmer Foto und eine
weitere in der Sparte Film, mit diesem Ergebnis kann man nicht unzufrieden sein.
Zurück zu den Standbildern. Allein über 180 eingesandte Portfolios mit je 10
vom Teilnehmer ausgesuchten Motiven mussten begutachtet werden. Die allgemein hohe Qualität fiel durchaus auf, hier scheint es einen Niveausprung gegeben zu haben.
Die Fülle an Kategorien mit einem Hauptpreis (benannt nach dem Stifter des Awards) oder Plätzen 1 – 3 ausgestattet, ist kaum überschaubar und es ist
unwahrscheinlich ein Motiv zu finden, das nicht zumindest in eine dieser Sparten eingereiht und juriert werden könnte. Auffällig war das Fehlen gekonnt
inszenierter Models im Unterwasserbild. Nachdem im vergangenen Jahr diese Kategorie abgeschafft worden war, musste man sich aktuell mit einer optisch eingefrorenen
Bestandsaufnahme der unmittelbar zur Unterwasserwelt zuzurechnenden Fauna und Flora begnügen. Zweifelsohne, es waren viele Leckerbissen dabei, aber gehört der Mensch,
nach über 50 Jahren Sporttauchen, zumindest auf Zeit nicht auch zu den Amphibien? Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man sich in Frankreich als Taucher immer
noch in einer Machostarre befindet und Mädels diesen dominant besetzten Sport besser nicht zu erobern versuchen sollten...
Vom 27. – bis 31. Oktober 2010
findet das nächste Festival in Marseille statt. Daran teilzunehmen kann allen engagierten UW-Fotografinnen und Fotografen nur geraten werden. Die Ausschreibung finden
Sie auf der Website des Veranstalters, mit etwas Glück neben der französischen Version auch in englischer Fassung.
Zur Übersicht der Siegerbilder 2009 www.underwater-festival.com/index.htm l
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